Kreativer Protest für freies WLAN in Mainz

In der Innenstadt sein und trotzdem unbegrenzten, kostenlosen und freien Zugang zum Internet haben? Ganz ohne Sorge um die 500 MB „Obergrenze“? Das geht nur zuhause im heimischen Wohnzimmer mit WLAN, dachtet ihr? Falsch gedacht! Wir Jusos Mainz haben am Samstag, den 24. September, unser Wohnzimmer bei schönstem Sonnenschein kurzerhand an den Neubrunnenplatz in Mainz verlagert, einen WLAN Hot Spot eingerichtet und im Internet gesurft. Dabei haben wir unsere neuen Flyer verteilt und sehr interessante Gespräche führen können.

Das ganze haben wir natürlich nicht nur zum Spaß gemacht. Dahinter steht unsere Forderung, dass sich Verwaltungen und Politik in Mainz und ganz Rheinland-Pfalz für flächendeckendes, freies, unkommerzielles und unbegrenztes WLAN einsetzen sollen. Wir haben gezeigt, wie leicht es ist, das umzusetzen. Dabei haben wir eng mit dem Verein „Freifunk Mainz“ kooperiert, der sich dem Kampf für offene Netze verschrieben hat.

 

„Freifunk“ arbeitet mit lokalen Ladenbesitzer*innen, Privatpersonen und öffentlichen Einrichtungen zusammen und bietet an, deren ungenutzte Megabyte durch die Freifunk-Server verschlüsselt mit den Bürgerinnen und Bürgern der entsprechenden Kommune zu teilen. Somit kann durch ein solidarisches Netz aus Freifunker*innen eine ganze Stadt mit WLAN versorgt werden und das mit minimalem finanziellem Aufwand, der nicht auf die User abgewälzt wird.

 

Für uns eine gute Sache und absolut förderungswürdig aus Sicht von Städten und Gemeinden. Daher lautet unsere Forderung in Bezug auf die digitale Infrastruktur: Kein geförderter Ausbau von zugangs- und nutzungsbeschränkten Hot Spots durch kommerzielle Anbieter, sondern Unterstützung von Initiativen wie Freifunk, um ein soziales WLAN-Netz für alle aufzubauen.